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Situation Tierschutz Ungarn

Tierschutz in Ungarn - Tummelplatz der Eitelkeiten / Selbstdarstellung oder wirkliche Hilfe für Tiere in Not?

Fast wöchentlich lese ich von Tierschutzorganisationen die es sich zum Ziel machen (oder es zumindest schreiben) den ungarischen Tieren zu helfen, von Vereinsneugründungen oder Spaltungen von Organisationen (mit zum Teil bösesten Diffamierungen).Das gehört mittlerweile zum Alltag. Ebenfalls sprießen die Internetforen mit selbsternannten Experten (oftmals waren sie noch nie in Ungarn) wie Pilze aus dem Boden. Hier lassen sich die "Experten zu den verschiedensten Problemen des Tierschutzes aus, und jeder Interessierte der auch nur eine geringfügig andere Meinung vertritt wird gnadenlos niedergemacht.

Ich frage Sie: Ist das Tierschutz ?

Bedeutet Tierschutz etwa:
dass fast jeder neu gegründete Verein, aber auch viele bestehende Vereine sich fast ausschließlich auf die zur Verfügung stehenden Welpen und Schmusehunde in ungarischen Tierheimen stürzen? Natürlich werden diese Tiere nur gegen eine saftige "Schutzgebühr" abzugeben!
Oder bedeutet Tierschutz:
dass mit wild blinkenden Rundumleuchten signalisiert wird: Spende jetzt sofort, es fehlen doch nur noch 10 Euro für die geplante Rettung ! Gib uns die 10 Euro - oder das arme Hundilie muß sterben !!!
Wer will schon wegen 10 Euro schuld sein am Tod eines Tieres ??

Meiner Meinung nach ist das kein Tierschutz. Tierschutz sollte doch eigentlich bedeuten den Tieren zu helfen, sie zu schützen. HILFE haben die ungarischen Tiere wahrhaftig dringend nötig. Eitelkeiten und Selbstdarstellungen sind hier völlig fehl am Platz, denn damit kann und wird nichts erreicht werden. Aber vielleicht haben das einige sogenannte Tierschutzorganisationen schon lange vergessen.

Immer wieder werden neue Internetseiten geschaltet und immer wieder lese ich: Wir wollen helfen!

Was passiert denn mit den sogenannten Schutzgebühren? Was fließt davon zur Verbesserung der Situation der zurückbleibenden Tiere wieder nach Ungarn? Was ist mit Kastrationsaktionen um das unendliche Leid der Weitervermehrung irgendwann zu beenden? Davon schreiben die wenigsten.
Was ist mit der Unterstützung der immer am Rande des Bankrotts arbeitenden ungarischen Tierheime, von denen viele von ihnen noch nicht einmal die Futterversorgung ihrer Tiere garantieren können?
Tierschutz kann nur die Veränderung der Situation im Land bedeuten. Dazu gehört die deutliche Verbesserung der Lebensumstände aller in Ungarns Tierheimen untergebrachten Tiere. Ebenso gehört zudem eine fundierte Öffentlichkeitsarbeit, eine transparente Berichterstattung zum soliden erfolgreichen Tierschutz.

Lediglich Schmusehunde in überfüllten Transportern nach Deutschland zu karren kann nicht die Lösung sein.

Ich gönne wirklich jedem Hund, der aus einer schlechten Haltung befreit wird, ein schönes Leben bei seinen neuen Besitzern.
Aber mittlerweile mutiert, meiner Meinung nach, der Tierschutz in Ungarn immer mehr zum "Versandhaus für Tiere".

Leben nur gegen bares Geld. Kein Geld - kein Leben ! Und immer nur an ein Individuum gebunden. Ein Einzelschicksal betrachten, hier zu helfen - ja, das hat was ! Aber was hat das mit Tierschutz zu tun??? Die "Zurückgebliebenen" gehen leer aus, sie sind dem Tode geweiht. Aber was solls - ich kenne diese Tiere nicht. Sie haben mich ja nicht mit traurigen, hilflosen Augen angesehen. Sie sind zu alt, zu hässlich, entsprechen eben nicht dem "Schmusetier". Pech gehabt !!!
Aber um genau diese "Looser" des grausamen Spiels geht es doch im Wort "Tierschutz". Schützen - und zwar die Hilf- und Schutzlosen.

Ich bitte diejenigen die sich jetzt angesprochen fühlen doch einmal darüber nachzudenken. Mittlerweile artet diese ganze Angelegenheit zu einer Groteske aus die nicht mehr ernst zu nehmen ist. Ich kann jeden Spender verstehen der heute zweifelt, ob seine Spende auch wirklich dafür verwendet wird wofür sie eigentlich gedacht war.
Besinnt euch endlich auf eure Aufgaben !

Wolfgang Stephanow



TPU & P.A.N. fordern Ende der Hundequal in Ungarn

Seit 2004 ist Ungarn Mitglied der Europäischen Union. Doch noch immer scheint Ungarn beim Umgang mit seinen Hunden nicht in der EU angekommen zu sein. Daran ändern auch die modernen Fassaden mancher Städte und die wachsende Beliebtheit Ungarns als Urlaubsland nichts. Streuner sind hier in Ungarn nicht erwünscht. Die Erlaubnis zur Tötung der Streunerhunde ist sogar fest im Gesetz des EU-Landes verankert. Damit die Futter suchenden Streuner die vielen ausländischen Gäste nicht belästigen, werden sie von einem städtischen Hundefänger eingefangen und in das Hundelager etwas außerhalb der Stadt gebracht.
Wie z.B. in die Hundefängeranlage in Baja / Ungarn. Während die Touristen gesäuberte Städte vorfinden, sterben im Hundelager in Baja / Ungarn die Tiere an nicht behandelten Seuchen und Bisswunden, die sie sich in der drangvollen Enge der Zwinger beigebracht haben. Das Tierschutzprojekt Ungarn (TPU) und sein Kooperationspartner Projects for Animals and Nature (P.A.N.) fordern ein sofortiges Ende der Hundequälerei in Ungarn und appellieren an tierliebe Menschen, den Protest zu unterstützen .mehr...

HILFE HILFE HILFE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sie



So, oder ähnlich kam vor ca. 2 Wochen eine Meldung per Email bei uns an. Eine Meldung von unzähligen die uns Woche für Woche über irgendwelche Mailverteiler erreicht. Der Wahrheitsgehalt solcher Meldungen wird so gut wie gar nicht überprüft, sondern lediglich weitergeleitet, ob gewollt oder nicht. In diesem speziellen Fall wurden uns Bilder und Berichte der Hundefängeranlage Orslany in Ungarn präsentiert. In der Anlage waren ca. 20 Hunde untergebracht. Erst, so hieß es, werden die Hunde am nächsten Tag getötet. Doch am nächsten Tag wurde dieser Termin mehrfach korrigiert. Das Tierschutzprojekt Ungarn, dessen erster Vorsitzender ich bin, war über die daraufhin folgenden Aktionen der nächsten Tage erstaunt. Die ‚“Tierschutzwelt“ Europas schien Amok zu laufen. Selbsternannte Tierschützer(innen), ich nenne hier bewusst keine Namen, übernahmen unaufgefordert das Kommando / Koordination zur Rettttttttttttung dieser 20 Hunde. Öffentlich, im Internet, stritten sie sich, wer denn jetzt der „Oberretter“ sei, und wer für die anstehende Aktion Spenden sammeln darf. Eine Dame, einer hinlänglich bekannten Tierschutzorganisation ( sie schlägt mindestens einmal monatlich im Internet Alarm , dass die Tiere, in dem von ihr vertretenen Tierheim verhungern müssen) erklärte sich sinnigerweise sofort bereit die 20 Hunde zusätzlich zu den sowieso schon hungernden Tieren zu übernehmen. Wieder andere Tierschützerinnen erlitten einen Nervenzusammenbruch, weil dieser Rettungseinsatz, der bis dahin leider ausschließlich über die Tastatur Ihres Computers gelaufen war, sie an den Rand Ihrer Kräfte brachte. Andere, ansonsten wirklich seriös arbeitende Tierschützer und Organisationen, erklärten sich spontan bereit, diese vom Tod bedrohten Tiere herauszuholen, um sie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz aufzunehmen. Allerdings war ihnen zu dem Zeitpunkt nicht bekannt in welchem gesundheitlichen Zustand die Hunde waren und ob die gesetzlich vorgeschriebene, zur Ausfuhr notwendige Tollwutimpfung, fristgerecht durchgeführt worden ist.



Liebe seriös arbeitenden Tierschutzorganisationen verstehen Sie mich bitte nicht falsch,. Gemäß unserem Motto "Denn jede Seele zählt" setzen auch wir uns für die Rettung eines jeden Tieres ein.

Desweiteren verstehe ich folgendes auch nicht. Verschiedenen Tierschutzorganisationen, und auch einzelnen Tierschützern, war die Situation in
Orslany seit einem halben Jahr bekannt. Auch die in Ungarn Verantwortlichen haben erst sehr spät reagiert. Vielleicht hätte man in konstruktiven Gesprächen mit den zuständigen örtlichen Behörden einen zeitlichen Aufschub erreichen können,. Aber wie sah das konstruktive Gespräch wirklich aus? Hyperventilierend beschimpften die selbsternannten verantwortlichen Tierschützer den Bürgermeister und weitere Verantwortliche als Nazi und Mörder . Das Ergebnis lag auf der Hand. Die Behörde(n) schaltete auf stur und nichts ging mehr. Dies wurde auch den ungarischen Tierschützern und Organisationen bekannt, und so erreichten uns die Informationen zur besagten Situation. Wir haben gemeinsam mit unseren ungarischen Partnern vor Ort nach Lösungen gesucht. Ganz bewusst haben wir uns aus dem uns bekannten Internetchaos herausgehalten, denn die „Tierschutzwelt“ wollte nur noch eins: RETTEN (und das um jeden Preis). Es gibt in Ungarn große und kompetente Tierschutzorganisationen u.a. Herosz und Maosz die diese Sachlage eigenständig klären können. 20 Hunde in einer Tötungsstation ist für ungarische Verhältnisse keine große Sache. Aber das hat man hier den Verantwortlichen wohl nicht zugetraut, stattdessen schickte man Transportkonvois aus Deutschland um das Problem vor Ort selber zu lösen. Letztendlich wurden alle Tiere bis zum 13.1. abgeholt, ob verantwortungsbewusst oder nicht, lassen wir einmal dahingestellt. Die drei verbliebenen Tiere wird das, von uns unterstützte Tierheim in Székesfehérvár, aufnehmen. Dort können die Hunde auch medizinisch betreut werden. Doch bitte: Was ist nach Orslany ? Wie wird es weiter gehen? Was denken Sie wo jetzt die Tiere untergebracht werden? Diese Hundefängeranlage gibt es ja nicht mehr ? Die Fund- und Abgabehunde aber wird es weiterhin geben! Was ist mit den 84 anderen Hundefängeranlagen??????? Jeden Tag wird hier getötet, doch wen interessiert das? Wir, das Tierschutzprojekt Ungarn, fahren regelmäßig im Abstand von etwa 4 Wochen in verschiedene „Tötungen“ in Ungarn und holen dort jedes mal bis zu 40 Tiere heraus. Nicht nur die Welpen und gut vermittelbaren Hunde, nein, wir nehmen sie alle mit, bringen sie in das Tierheim nach Székesfehérvár ( welches leider immer am Rande seiner Kapazitäten ist). Aber wir können garantieren, dass hier verantwortungsbewusster Tierschutz betrieben wird. Bitte verzeihen Sie mir, aber wenn ich dann im Internet auf einer einschlägig bekannten Tierschutz HP wild blinkende Rundumleuchten, und dick darüber TÖTUNG DROHT geschrieben sehe, dann wird mir schlecht. „Zahlen sie 200 - 400 Euro, dann darf der Hund leben“. Darüber ein Strichmännchen mit einem lachenden Gesicht. Oder aber: „Schade der Wauwi musste sterben, das Geld kam nicht zusammen“, dann natürlich mit einem weinenden Strichmännchen. Bei dieser Art von Tierschutz wird mir, wie schon gesagt, übel. Ich persönlich bin der Meinung, das der ungarische Tierschutz, zum großen Teil aus Deutschland geleitet, zur Zeit völlig aus dem Ruder läuft,und diese selbstdarstellenden undprofilsüchtigen „Möchtegerntierschützer“ mehr Schaden anrichten als den Tieren zu helfen. Auch unserer Arbeit vor Ort, die wir auch in politischer Hinsicht leisten, wird doch solche Eskapaden sehr erschwert. Wirkliche Notfälle haben kaum noch eine Chance durchzudringen, sie gehen in dem ganzen Internetmüll still und leise unter. Es gibt in Ungarn durchaus seriös arbeitende Organisationen und engagierte Einzelpersonen. Wir möchten uns hier nicht in den Vordergrund drängen, ein Klick auf Google, und zwei Minuten Recherche hätten gereicht sich zu informieren, wer vor Ort kompetent zur Lösung dieses Problems gewesen wäre. Es gibt u. a. ein Tierheim in der Nähe der Station. Die Tierheimleiterin wäre sinnvollerweise die erste Ansprechpartnerin gewesen. Sie hat viel zum Gelingen dieser Aktion beigetragen. Meine Bitte: Bevor die nächste Horrormeldung durchs Internet schwappt, prüft erst und leitet es danach ggf. gezielt weiter. Jegliche Tierschutzaktion soll den Tieren helfen, und nicht schaden. Gebt den seriös arbeitenden Organisationen die Möglichkeit effektiv zu handeln und veranstaltet keine Massenpanik. Hysterie hat noch kein Tier gerettet. Die nächste Katastrophe kommt bestimmt. Ich persönlich kenne sie schon, ein Tierheim in Ungarn mit über 600 Hunden, und immer noch wird es unterstützt, obwohl doch allen klar sein sollte, dass dort tagtäglich Tiere sterben. Dieses Tierheim ist nicht in der Lage das Massenaufkommen an Hunden und Katzen zu versorgen. Eine tickende Zeitbombe, die wenn sie einmal hochgeht, mit Sicherheit nicht durch chaotische, hysterische Rettungsaktionen und wildgewordene Spendensammler gelöst werden kann. Denjenigen, die Interesse haben seriösen Tierschutz in Ungarn zu unterstützen und zu helfen, stehe ich gerne zur Verfügung. Und sollte auch nur ein einzelnes Tier in Not sein, werden wir alles versuchen um zu helfen. Nächsten Freitag am 18.1. 08 werde ich morgens um 9.00 Uhr in der Tötungsstation in Baja ca. 30 Hunde befreien. Und zwar ohne Rundumleute und Spendenbarometer ! Aber wen interessiert das?

Ihr frustrierter Wolfgang Stephanow 1. Vorsitzender Tierschutzprojekt Ungarn e.V.