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Jetzt erst recht ! Die Hundefängeranlage in Pápa

Und jetzt erst Recht ! Einschüchtern hilft nicht !

Die Stadt Pápa, recht nahe an der Grenz Österreich - Ungarn gelegen, betreibt eine Hundefängeranlage. Dies ist zwar nicht besonders rühmlich für eine zivilisierte Stadt, aber leider in Ungarn sehr häufig zu sehen. Wir, das Tierschutzprojekt Ungarn e.V. ,kennen viele solcher in der Umgangssprache "Tötungsstationen" genannte Anlagen und besuchen einige zum Teil regelmäßig. Wir versuchen den hier gestrandeten Hunden nach unseren Möglichkeiten zu helfen. Das wir z.B. die Anlage in der Stadt Baja seit vielen Jahren betreuen, dort mittlerweile viele hunderte - wenn nicht tausende - Tiere retten konnten, hat sich in Tierschutzkreisen rumgesprochen. Alle 4 - 6 Wochen befreien wir in Baja bis zu 35 Hunde. Die Stadt arbeitet nicht gegen uns, im Gegenteil sie sucht das Gespräch und versucht mit uns gegen das Hundeelend zu kämpfen. Das zeichnet eine Stadt, bzw. deren Vertreter aus. so hat in der vergangenen Woche ein weiteres Gespräch mit der Stadt Baja stattgefunden.


Aber wie sieht es in der Stadt Pápa aus ?

Wir besuchten erstmals die Hundefängeranlage in Pápa im März 2008. Grund für unseren Besuch waren zum einen die im Internet immer wieder auftauchenden schlimmen bis grausamen Schilderungen wie die Hunde dort gehalten und behandelt werden. Um uns eine eigene Meinung zu bilden fuhren wir also zur besagten Anlage. Da dies ein offzieller Besuch sein sollte haben wir uns natürlich offiziell angemeldet. Wir wurden also erwartet.
Einige Vertreter /innen der Stadt, der Veterinär und 2 Hundefänger zeigten uns die Anlage. Im Folgenden sehen Sie einige Bilder.

Mehr Schein als Sein ???

Wie sie auf den Bildern sehen, war alles ordentlich und sauber. Die Hunde sahen recht gut aus und waren nicht unterernährt. Alle unsere Fragen wurden beantwortet und offenwillig wurden auch Listen vorgezeigt (diese konnten wir allerdings nicht lesen da sie in ungarisch geschrieben waren). Schon direkt am Eingang stand ein Becken mit Desinfektionsmittel bereit. Eins für die Hände und ein weiters für die Schuhe. Ein Gebäude war allerdings verschlossen und wurde nicht geöffnet.
Wollte man uns hinters Licht führen?

Nun wir sind ja wirklich keine Anfänger in Sachen Tierschutz Ungarn. Natürlich war vorher aufgeräumt worden. Das hatten wir ja nicht anders erwartet.
Stutzig mache uns dieses:
Zuerst einmal hatte man wohl vergessen den armen Kettenhund in einen Zwinger zu stecken - oder ihm wenigstens eine längere Kette zu geben. Dann der Anblick auf das Gebäude in dem der Hundefänger wohnt. Dort waren auch Hunde - aber deutlich weniger gut gepflegt. Dann das verschlossene Gebäude - sollten uns die sauberen Zwinger zufrieden stellen?
Nun da dürfen Sie sich selbst ein Urteil bilden.

Aber was sollte uns dieser verbrannte Haufen sagen?

  Fahren Sie mal mit der Maus über das Bild und auch Sie erkennen die Stechampullen.

So auf den ersten Blick - nichts ungewöhnliches. Aber beim genauen hinsehen findet man im Schutt eine Unmenge an Stechampullen.
Wer wird denn hier jetzt Böses denken??

Nun ja, das war also der erste Besuch der Hundefängeranlage Pápa.
Für uns war klar - hier fahren wir nochmals, diesmal unangemeldet hin. Man kannte uns ja jetzt, und so sollten wir ja auch zukünftig (nachdem wir uns ausweisen) mal einen Blick in die Anlage werfen dürfen.

Unser zweiter Besuch der Hundefängeranlage Pápa

Nun, dieser Bericht fällt deutlich kürzer aus. Empfang durch einen Hundefänger (mit heftiger Alkoholfahne um 11.30 Uhr). Er will uns nicht rein lassen. Wir schalten einen Dolmetscher (per Telefon) ein. Nichts zu machen. Kein Einlass. Es folgt eine etwa 10 minütige Diskussion, zwischendurch verschwindet der Mann im Haus. Ein weiterer schließt eilig das Gebäude auf der Anlage. Er hat nicht damit gerechnet das wir das mitbekommen haben. Wir machen schnell ein paar Bilder. Der Hundefänger läßt sich nicht überzeugen. Wir werden des Platzes verwiesen. Wir geben ihm zu verstehen das wir uns beschweren werden. Er sagt wörtlich: Das geht mir am Ar.... vorbei.
Ende des Berichts. Danke für die Gastfreundschaft !

Kurz und knapp und unhöflich - so werden wir also behandelt wenn wir nicht angemeldet sind.
Heimlich machen wir noch ein paar Bilder und uns stellen sich eine Menge Fragen. Wenn Sie sich die Bilder ansehen, werden Sie sich auch z.B. fragen: Wo sind die Hunde?
Kein einziger ist in den Zwingern ! Ausser dem bemitleidenswerten Kettenhund ist kein lebendes Tier zu sehen. Seltsam - oder?
Kann es denn sein, dass die Stadt Männer beschäftigt um eine leere Anlage zu betreiben? Zeitgleich platzen in anderen Anlagen die Zwinger vor lauter gefangenen Hunden aus allen Fugen?
Was geschieht hier? Wir wollen Erklärungen um alle Zweifel auszuschließen.
Vielleicht gibt es ja eine gute Erklärung zu dem Thema. Wir beschwerten uns also - wie versprochen -mittels dem ungarischen Tierschutzverein Herosz (einer der 2 größten Tierschutzvereine Ungarns - ähnlich dem dt. Tierschutzbund).
Bis zum 20 Mai 2009, also knapp 8 Wochen später keine Rückmeldung.

Jetzt legt es die Stadt Pápa wohl drauf an!

Am 20.5.2009 bekommen wir eine offizielle Mail vom Institutsleiter (was auch immer das ist) Hr. L.Bánhidi. hier das Schreiben.
Wir werden beschuldigt falsche Aussagen über die Hundefängeranlage auf unserer Internetseite veröffentlicht zu haben. Wir haben bis zur Erstellung dieses Berichtes - wie schon gesagt - nie zuvor über die für uns seltsamen Machenschaften dieser Anlage berichtet.
Hr. Bánhidi will mit seinem Schreiben erzwingen, dass wir diese Anlage für legitim befinden. Wie kommt er auf dieses schmale Brett ???
Wir haben - wahrscheinlich Sie auch - noch viel zu viele Fragen.

Zitat:...Die Schinderei ist kein Tierheim oder Tierpansion, ihre Aufgabe ist die Aufnahme der verlassenen Tiere, weiters nach einem eventuellen Hundebiss die Durchführung der Beobachtungskarantäne, wil nur als Ergebnis deren die für den Mencshen ausserordentlich gefährliche Tollwut ausgechlossen werden kann.Zitatende:

Aha, so ist das also - und wo sind die Hunde geblieben? Hatten die alle Tollwut oder waren sie zu gefährlich?

Zitat:...Die Schinderei ist ein infektionsgefährlicher Platz, wo der Eintritt für Fremde verboten ist, darauf macht der an dem Tor angebrachte Schild aufmerksam. Zitatende.

Seltsam, wir konnten bis auf 2 Desinfektionsschüsseln bein ersten Besuch nichts finden das auch nur annähernd mit einer ordentlichen Quarantäneeinheit zu tun haben könnte. auch die Hundefänger waren definitiv nicht mit Schutzkleidung anzutreffen. Das ist doch eine faule Ausrede um Besucher vom Gelände fern zu halten. Als wir angemeldet waren hat sich die Infektionsgefahr wohl vorher im Winde verabschiedet - oder wie?

In keiner anderen Hundefängeranlage haben wir ein solches Argument gehört.

Er droht uns, wohl im Namen der Stadt, eine Klage an !
Ja, wo sind wir denn? Was will er einklagen? Vielleicht das wir und damit die deutschen Tierschützer ab sofort seine fragwürdige Meinung vertreten müssen?
Vielleicht sollte er im Rat der Stadt mal seine selbstgenannte "Schinderei" neu überdenken. Will er wirklich die negative öffentliche Meinung zu seiner Anlage heraufbeschwören. Na dann soll er mal machen - wir sehen der Sache sehr gelassen entgegen.

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen. Wir haben nichts Verbotenes getan. Wir haben uns an die Regeln der Höflichkeit gehalten und unseren Besuch angemeldet . Wir fanden eine saubere, gepflegte Anlage vor (so wie die Stadt Pápa es wollte). Wir besuchen die Anlage unangemeldet (warum auch nicht) und finden nur Fragen vor. Die Gastfreundschaft wurde mit Füßen getreten. Wir haben nachdem wir rüpelhaft behandelt wurden eine Beschwerde eingereicht. Das Ergebnis ist die Androhung einer Klage.

Die Fragen aber bleiben offen !

Die Geister die Hr. Bánhidi rief - ob er sie je wieder los wird ???
Vielleicht besuchen sie auch einmal diese Anlage.